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Anfang 2014

MakeITSafe Musikvideo



In Zusammenarbeit mit Woodvalley Movement,
finanzielle Unterstützung durch den Elternförderverein der MLS


Wovon handelt der Kurzfilm?

Die Handlung: Jessica, 14, hat Stress mit ihrer Mutter, ist verknallt in einen Mitschüler aus der 11. Klasse. Aus Frust sucht sie Kontakt zu 'Sam' über Facebook. Sam fordert Jessica nach kurzem Geplänkel auf, ihm Bilder von ihr zu schicken, was sie auch bereitwillig tut. Jessica schickt ihm Urlaubsbilder. Eine weitere Forderung folgt: Sie solle ihm mehr Bilder schicken und könne ruhig 'etwas mehr zeigen'. Während Jessica noch überlegt, wird sie mit der Nachricht 'Du hast keine Wahl, ich hab' Zugriff auf deine Festplatte' unter Druck gesetzt, ihm weitere Bilder zu schicken. In den letzten Einstellungen sieht man, wie ein völlig Fremder – sichtbar wird eine alte Männerhand – sich in das Profil von Sam eingehackt hat und in dessen Namen mit Jessica 'kommuniziert’.



Warum wurde so ein Filmprojekt ins Leben gerufen?

Im Rahmen des ECPAT-Projektes, was seit Oktober 2013 an der MLS ist, konnten Schüler für das Film-Projekt gewonnen werden. Ursprünglich sollte ein Kurzfilm zum Thema Cyber-Mobbing und Cyber-Grooming gedreht werden, was der Kernpunkt des ECPAT-Projektes ist. Dabei geht es um die Sicherheit von Teenagern im Internet und in sozialen Netzwerken. Unter der Mitwirkung des Marburger Rappers Shalau Baban von der Käthe-Kollwitz-Schule wurde dann ein Musikvideo daraus. Frau von Bargen stellte den Kontakt her und so kam es zu dem Musik-Filmprojekt. Zwei der ECPAT-Schüler sind im Großen Chor und trugen Shalaus Idee, den Refrain des Songs von 'vielen Stimmen' mitsingen zu lassen, an mich heran. Ich hab Text und Noten aufgeschrieben und wir haben den Refrain auf Shalaus Playback in einer der Chorproben aufgenommen.



Wer leitete das Projekt? Aus welcher Stufe stammen die engagierten Schüler?

Leiterinnen sind Frau Fernandez und Frau von Bargen. Unterstützt wird das Projekt hier in Marburg vom Staatsanwalt Oliver Rust, der die Schüler in rechtlichen Fragen zum Thema Internetkommunikation und -sicherheit berät. Die Schüler des ECPAT-Projektes sind Melissa Wollenberg, Luisa Jacobs, David Schrader und Justus Gilmann. Zu Beginn des Projektes kamen sie aus den Jahrgangsstufen 6 und 8. (s. Artikel Homepage zu diesem Thema).



Ist die Geschichte frei erfunden oder existieren reale Bezugspunkte?

Meines Wissens existiert ein Fall, in dem die Kommunikation über Facebook in dieser Art ablief. Deutlich werden soll, dass vor allem jüngere Schüler, die 'Neulinge' im Netz sind, keine Ahnung haben und auch noch keine Gefahrenantizipation in diesem Bereich entwickeln konnten, auf eben jene Gefahren hingewiesen werden. Sie können mit Drohungen unter Druck gesetzt werden, die wir als 'erfahrene User' leichter durchschauen. Um möglichst zielgerichtet und vor allem schnell zu informieren, gibt es zur Zeit eine Menge Info-Material von offiziellen Bildungsinstituten und dem HKM, aber auch von privaten Organisationen. Die Problematik soll auch in das Bewusstsein der Eltern gelangen, dass ihre Kinder sich auf unsicherem Terrain bewegen und es zu sehr unschönen Begegnungen mit noch hässlicheren Folgen kommen kann.



Wo wurde der Film vorgestellt? Wie war die Rückmeldung? Welche Schritte werden nun folgen?

Im Rahmen des nationalen und internationalen Treffens in Berlin aller beteiligten Schülerinnen und Schüler, die am europäischen ECPAT-Projekt beteiligt sind, wurde der Film vorgestellt. Ich selbst war nicht mit in Berlin, doch Frau Fernandez berichtete von äußerst positiven Rückmeldungen zum Film und auch zur Musik. Interesse am Film zeigte auch das Landeskriminalamt (LKA), welches selbst mit eigenen Kurzfilmen auf die Gefahren im Netz hinweist. Der MLS-Film ist dort 'eingeschlagen wie eine Bombe'! Weitergehen soll es jetzt mit einer an der MLS fest installierten AG zum Thema 'Make-IT-Safe', in der die Peer-Experten Schülerinnen und Schüler der 5. Und 6. Jahrgangsstufe im Bereich « Internetsicherheit » schulen sollen und die Gruppe ihre Arbeit fleißig fortsetzt. Darüber hinaus wird der Film auf den Wanderkonzerten am 09. April im Audimax präsentiert und dann auch der Marburger Polizei, evtl. sogar hessenweit als Info-Film zur Verfügung gestellt werden. (Rücksprache mit Frau Fernandez).



Wer schrieb und spielte die Musik?

Shalau Baban ist Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule. Er arbeitet ehrenamtlich im Waldtal, leitet dort Hip-Hop-Musik-Gruppen. Zusammen mit 'Joschi' Tischkau produziert er seine Musik. Einen Namen hat das ganze auch, es heißt 'Woodvalley Movement'.